Autorensoftware: hilfreich oder nur eine Spielerei

Von AutorenkollegInnen, aber auch LeserInnen werde ich oft gefragt, welche Autorensoftware ich zum Bücherschreiben verwende.
Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche neue Autorenprogramme auf den Markt gekommen, die das Planen und Schreiben eines Romans erleichtern sollen.

Mein erstes Buch habe ich mit viel Kaffee, Schokolade und Microsoft Word geschrieben. Geplant wurde ebenfalls mit Word Dateien und unzähligen DIN A4 Seiten und der Beginn der Willow Ranch Reihe war geboren. Seit dem zweiten Buch plane und schreibe ich mit Papyrus … Kaffee und Schokoladenkonsum ist derselbe. Mehr zu dieser Software ein wenig später im Artikel.

Autorenprogramm

Wozu braucht man eigentlich Autorensoftware?

Das Schreiben selbst nimmt dir keine Software ab. Aber Schreibprogramme können bei der Entstehung eines Romans auf vielerlei Weise helfen. Angefangen bei einer Grammatikprüfung, Stilanalyse, Lesbarkeitskontrolle bis hin zur Möglichkeit, aus dem Manuskript ein E-Book zu konvertieren. Die verschiedenen Programme bieten unterschiedliche Funktionen an. Daher ist es sinnvoll, sich die Zeit zu nehmen, das beste Schreibprogramm für die eigene Textarbeit zu finden.

Drei Autorenprogramme im Überblick

  • DramaQueen
    Diese Software ist für Fans visueller Planung. Es bietet die Möglichkeit, die eigene Geschichte zu planen und visuell darzustellen. Figurenprofile und Charakterbögen können angelegt, die Plot- und Figurenentwicklung übersichtlich dargestellt werden.
    Hinweis: die Einarbeitung in das Programm braucht seine Zeit. Es erfordert Kenntnisse im Autoren-Vokabular, mit dem sich Debütautoren eventuell schwer tun.
  • Scrivener
    Wer Pinnwände liebt, liebt Scrivener. Diese Software wurde von einem britischen Studenten entwickelt. Durch die Möglichkeit Planung, Organisation und Strukturierung des Textes in Szenen, behält man den Überblick. Auf einer Pinnwand kann man diese Szenen an und umordnen, wie es einem gefällt. Die Benutzeroberfläche lässt sich individuell einrichten.
    Hinweis: es gibt keine Rechtschreib- bzw. Grammatikprüfung, Formatvorlagen fehlen, ebenso wie eine Stilanalyse.
  • Papyrus
    Es ist wohl eines der bekannteste Schreibprogramme, das speziell für Buchautoren entwickelt wurde. Die Funktionsvielfalt ist unangefochten. Neben einer Gliederungsübersicht der Kapitel, einem Zeitstrahl und einem Organizer, gibt es ein Denkbrett, Stilanalyse und mehr.
    Hinweis: Das Programm ist sehr komplex und es braucht seine Zeit, um sich in alles einzuarbeiten. Außerdem ist diese Software nicht günstig.

Aber für mich, die keine Geduld oder Lust hat, sich in verschiedene Programme einzulernen, bietet Papyrus alles an einem Ort und ist mein Favorit.

Und nun?
Ich habe bei weitem nicht alle Schreibprogramme genannt, die auf dem deutschen geschweige denn auf dem englischsprachigem Raum erhältlich sind. Wie entscheidest du nun, welches Programm das beste für dich ist? Zuallererst solltest du dich fragen, was deine eigenen Bedürfnisse und Voraussetzungen sind und dann nach Übereinstimmungen bei den Software-Angeboten suchen.
Und dann teste die Autorenschreibprogramme. Die meisten haben eine Testversion, mit der du herausfinden kannst, ob die Software das richtige für dich ist. Lasse dich nicht zu einem Programm überreden, weil dir jemand einreden will, dass du ohne keinen guten Roman schreiben kannst. Die Autorenprogramme sind Hilfestellungen, nicht mehr und nicht weniger.

Verwendest du ein spezielle Autorensoftware? Erzähl doch mal, ich bin neugierig.

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Die Glücksschreiberinnen

Die meiste Zeit verbringt ein Autor alleine, am Schreibtisch, den Kopf voll mit Gedanken über Romanprojekte, die Finger über die Tastatur oder den Stift über Papier jagend. Wie schön ist es da, wenn man über den eigenen Schreibtischrand blickt und sich mit Gleichgesinnten zusammentut.

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