November – der letzte Herbstmonat

In diesem Jahr verwöhnt uns der November mit noch recht herbstlichen Temperaturen und die Natur hat noch nicht ihr winterliches Kleid angezogen. Die nächtlichen Temperaturen gehen bereits bis minus 14 Grad hinunter, aber tagsüber kann ich mit meinen Hunden noch Plustemperaturen draußen genießen.

November Spaziergang

Spaziergänge im November durch den Wald, der mit den kahlen Bäumen den Blick auf einiges in den Blick rückt, was der Sommer verborgen hat. Es riecht nach Harz in der trockenen, kalten Luft, die Blätter rascheln unter meinen Stiefeln, die würzige Stille hüllt mich ein. Dieser letzte Herbstmonat führt mir wieder vor Augen, dass die Natur einem ständigen Wandel unterliegt. Alles kommt und vergeht in seinem eigenen Rhythmus. Die Natur hat ihren eigenen Kreislauf und als Mensch bin ich Teil der Natur und damit auch Teil dieser zyklischen Abläufe der Jahreszeiten. Das lässt mich durchatmen und an meinen eigenen Rhythmus denken. Es gibt Phasen, in denen könnte ich Berge versetzten und andere Phasen, in denen ich mich nach Stille und Rückzug sehne, um neue Kraft zu sammeln und Ideen zu entwickeln.

Beobachte ich den Jahreskreis des Waldes, der Natur werde ich mir bewusst, dass es wichtig ist, auch auf den Rhythmus meines Körpers und meines Geistes zu hören. Auf die Intuition, die zu fühlen ist, wenn ich die Stille zulasse, innehalte, mich auf die Natur einlasse und meinen eigenen Rhythmus im Leben wiederfinde.

Die Beschäftigung mit den Jahreszeiten, ihren Qualitäten und den Zyklen der Natur spielt auch eine Rolle bei der Planung meines neuen Romans. Wie wäre es, die ständigen Veränderungen in unserem Leben hinzunehmen, willkommen zu heißen, wie die Natur die wechselnden Jahreszeiten? Während sich der Wald und die Natur um mich herum schlafen legen, versuche ich die Ideen zum neuen Buch und zur neuen Buchreihe wachsen und gedeihen zu lassen.

Der Monat November für die indigenen Völker in Kanada und Amerika

Die erste Woche im November widmet Kanada der Anerkennung der Verträge, die mit den indigenen Völkern Kanadas geschlossen wurden. Diese „Treaties Recognition Week“ soll die Bedeutung dieser Verträge hervorheben. Die kanadische Regierung anerkennt 70 historische Verträge, die zwischen 1701 und 1923 unterzeichnet wurden, an.
Auch in meinen Geschichten spielen Verträge oder Vereinbarungen in einem kleineren Rahmen eine Rolle. Beispielsweise gerät in der Willow Ranch Reihe der Lebensraum der Wildpferde immer wieder in Gefahr. Die Protagonisten setzen sich für den Schutz des Lebensraums der Pferde in freier Wildbahn ein, wobei sie sich auch mit der besonderen Bedeutung einer Bergkette und des Tales für die indigene Bevölkerung auseinandersetzen müssen. Der Versuch, möglichst allen gerecht zu werden, geldgierige Investoren fernzuhalten und die spirituelle Wichtigkeit der Gegend in das Bewusstsein aller zu rücken, wird zu einer Herausforderung.

Während in Kanada der Juni nationaler Monat der indigenen Kulturen ist, zelebriert die USA November als „Native American Heritage Month“. In diesem Monat wird die vielfältigen Kulturen Traditionen und die Geschichte der Native Americans gefeiert, um ihre entscheidende Bedeutung hervorzuheben, die der Einfluss der Natives auf die amerikanische Kultur hatte und immer noch hat.

Recent Comments

  • Stefanie
    14. November 2021 - 18:39 · Antworten

    Vielen Dank für diese schönen Herbstgedanken und diesen tollen, informativen Artikel. Es freut mich zu lesen, dass die Native People und ihre Kulturen sowohl in den USA als auch in Canada mehr wertgeschätzt werden. Ich bin der Überzeugung, dass wir viel von ihrem „alten“ Wissen und dem Verständnis, dass wir untrennbar mit der uns umgebenden Welt verbunden sind, lernen müssen! Vielmehr ist es ein Sich-Wieder-Erinnern.

  • Sonja
    17. November 2021 - 10:22 · Antworten

    Danke für die inspirierenden Gedanken. Sie bestärken mich darin, dass ich meinem momentan Wunsch einfach nachgeben sollte, mich dem Rhythmus der Natur anzupassen, loslassen und mich zuhause ganz gemütlich einigeln sollte.

  • Kathy
    21. November 2021 - 0:36 · Antworten

    November’s nature comes beautifully alive in your description dear Natascha. It was a pleasure reading . And thank you for sharing the Indigenous aspects
    Hoping for a mild winter
    Cheers

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Die Glücksschreiberinnen

Die meiste Zeit verbringt ein Autor alleine, am Schreibtisch, den Kopf voll mit Gedanken über Romanprojekte, die Finger über die Tastatur oder den Stift über Papier jagend. Wie schön ist es da, wenn man über den eigenen Schreibtischrand blickt und sich mit Gleichgesinnten zusammentut.

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