Nordamerikanische indigene Völker zelebrieren den Winter

Sinck Tuck

In den nördlichen Regionen Kanadas feiern die Inuits das traditionelle Sinck Tuck. Teil dieser Feierlichkeiten ist ein Festmahl, Tanz und der Austausch von Geschenken. Es ist verknüpft mit dem Fest rund um die Winter Tages- und Nachtgleiche am 21. Dezember und das Essen beinhaltet sehr oft Karibu, rohen Fisch, Robbe und andere Nahrungsmittel, die typisch sind für diese Gegend.

Der kürzeste Tag des Jahres

Für tausende von Jahren haben die indigenen Völker den Wandel der Jahreszeiten wahrgenommen und erkennen die Bedeutung dieser Zyklen, die in Zeremonien gefeiert werden. Vor der Winter-Tag und Nachtgleiche werden Kleinigkeiten vorbereitet, die Gemütlichkeit und Wärme bringen. Die Menschen versammeln sich um Geschichten, Fröhlichkeit und Essen zu teilen. In indigenen Kulturen repräsentiert der Winter einen Geist der Ahnen. Daher ist die Reflexion über die Vergangenheit in Geschichten und das Danken an die Ahnen ein wichtiger Bestandteil, dass zu ehren, woher wir kommen.

Es ist die Zeit zum Ausruhen für Tiere und Pflanzen. Zeit für Reflexion und Zeit für die Menschen ihre Seele und Energiespeicher wieder aufzufüllen.
Mit dem Vergehen der Winter Solstice und dem Aufgehen der Sonne am Mittagshimmel hatten die First Nations Gemeinschaft einen Grund, die wieder stärker werdende Sonne zu feiern. Viele Monate des kalten Wetters bis zur Schneeschmelze im Frühling liegen noch vor ihnen. Aber es war das erste Zeichen, dass die Rückkehr der warmen Jahreszeit unabwendbar war.

Die Bedeutung der Wintersterne in der Tradition der Cree

Ich liebe den Sternenhimmel und bin sehr glücklich, dass ich hier auf meiner Ranch die Sterne am samtschwarzen Himmel ohne störende künstliche Lichtquellen bewundern kann. Mit Sternenkonstellationen kenne ich mich nicht so gut aus. Obwohl ich die Sterne des “Großen Bären” nicht erst seit dem dritten Buch meiner Willow Ranch Reihe “Dem Schattengrizzly der Rocky Mountains” entdecken kann.

In der Recherche über indigene Traditionen bin ich auf Wilfred Buck gestoßen und war fasziniert. Wilfred Buck, von der Opaskwayak Cree Nation, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für First Nations Education Resource in Winnipeg, Manitoba. Er erzählt und erklärt Schülern Sternenkonstellationen verknüpft mit der Tradition seiner Kultur. Als Kind, so erzählt Buck, hat er über die Sterne nur Geschichten gehört, die mit der Mythologie der Römer und Griechen verbunden waren. Als ob sie die einzigen waren, die sich mit Sternen auskannten. In seinen Nachforschungen begann er Geschichten von Cree, Ojibway und Lakota Nationen zu sammeln und fand zahlreiche Gemeinsamkeiten, wie indigene Völker den Himmel und ihre Verbindung mit ihm sahen.

Wir stammen von den Sternen, wir sind Sternenmenschen, sagt Buck. Und wenn unser Leben endet, kehren wir zu den Sternen zurück.

Was bedeutet die Wintersonnenwende in der Cree Tradition?

In der Winter-Sternenkonstellation beschrieben in dem oben verlinkten Video, erwähnt Buck die Orion-Konstellation.

Diese Sternengruppierung nennen die Cree Wesakaychak, ein Trickster in der Mythologie der Cree. Wenn Wesakaychak am Himmel steht ist die Zeit für Geschichten gekommen. Er weist auf die Sternenkonstellation der sieben Schwestern. Die Cree kennen sie als Pakone Kisik, das Loch im Himmel.

Beim Anblick dieser Konstellation, so Buck, werden wir uns unserem Ursprung bewusst und dem Ort, an den wir zurückkehren, wenn unsere Zeit auf Erden vorbei ist.

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Die Glücksschreiberinnen

Die meiste Zeit verbringt ein Autor alleine, am Schreibtisch, den Kopf voll mit Gedanken über Romanprojekte, die Finger über die Tastatur oder den Stift über Papier jagend. Wie schön ist es da, wenn man über den eigenen Schreibtischrand blickt und sich mit Gleichgesinnten zusammentut.

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